Modelleisenbahnverein Glossen e.V.

In den vielen Jahren, in denen unsere Vorbildstrecke bestand - und in einem kleinen Abschnitt noch immer besteht - gab es unzählige erwähnenswerte Ereignisse. Einige davon sind in der folgenden Zeittafel zusammengefasst.

Zu einigen Themen gibt es weiterführende Seiten. Beachten Sie bitte die Links bzw. die Unterpunkte "Aus der Geschichte" im Hauptmenü links!

Zeittafel

  • 11. Januar 1886
    Die II. Kammer des sächsischen Landtages genehmigt den Bau der Linie Mügeln – Wermsdorf – Nerchau-Trebsen.

  • 02. Mai 1886
    Bekanntmachung des Finanzministeriums:
    Das Finanz-Ministerium hat die Geschäfte eines Commissars … für den Bau … einer schmalspurigen Secun­där­eisenbahn von Mügeln bei Oschatz nach Nerchau-Trebsen dem Mitgliede der General­direction der Staats­eisen­bahnen Ober­finanz­rath Theodor Albrecht Schreiner in Dresden … übertragen.

    Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen, 7. Stück vom Jahre 1886; S. 92 f.


    Für die Leitung der Vorarbeiten zum Bahnbau wird Bau-Oberingenieur Paul Pressler verpflichtet.

Für die Enteignung der Grundbesitzer gab es ein umfangreiches Gesetzes- und Regel­werk. Einsprüche waren so gut wie aus­sichtslos.

  • 28. September 1886
    Im Mügelner Rathaussaal beginnt um 8.00 Uhr die erste Ex­pro­priations­versammlung (Ent­eig­nung der Grund­besitzer). Weitere Ex­pro­priations­ter­mine sind:
    07. Oktober - Mahlis, Gasthof Lauben­thal,
    11. und 12. Oktober - Wermsdorf, Gasthof Zum Gol­de­nen Strauß

  • 12. September 1887
    Mit dem Glossener Gasthofsbesitzer Eduard Moritz Wilhelm Schulze wird ein Bahnagenten-Vertrag ge­schlos­sen, der ihn verplichtet, in seinem in unmittelbarer Nähe gelegenen Gasthof zum Weißen Roß ein Gastzimmer dem Staatsfiskus als Warteraum für das die Eisenbahn benutzende Publikum unentgeltlich zur Verfügung zu halten.

  • November 1887
    Die Bauarbeiten beginnen.
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  • 05. April 1888
    Der Handarbeiter Paul Heinrich Stier aus Trebsen, 27 Jahre, ver­heiratet, zwei Kinder, beschäftigt bei Schumann & Hehn, verunglückt abends gegen 19.00 Uhr. Stier kam beim Tragen einer Schiene, welche als Ersatz einer defecten in das Baugleis auf Bahnhof Nerchau-Trebsen eingewechselt werden sollte, zum Falle und erlitt dabei einen Bruch des linken Schlüsselbeines.

  • 24. September 1888
    Der Schachtmeister Karl August Franke aus Gröppendorf, 29 Jahre, verheiratet, keine Kinder, beschäftigt bei Georgi & Hildsberg, verunglückt: Complicierter Bruch des linken Unterarmes in Folge Ueberfahrenwerdens mit einem Schienentransportwagen.

  • 27. September 1888
    Eröffnung der Teilstrecke Mügeln – Mahlis für den provisorischen Rübenverkehr.

  • 01. November 1888
    Feierliche Eröffnung der Gesamtstrecke Mügeln – Nerchau-Trebsen für den Personen- und Güterverkehr.

  • 9. Mai 1895
    Die Änderung des Namens unserer Bahnstation Glossen in "Glossen bei Oschatz" wird verfügt; da es ab dem 01. August einen Haltepunkt Glossen an der neuen Bahnlinie Weißenberg – Löbau geben wird.

  • 31. Dezember 1896
    Der Stadtgemeinderat Mügeln beschließt, das Projekt einer elektrischen Straßenbahn Dresden – Leipzig über Wilsdruff, Meißen, Lommatzsch, Mügeln und Grimma in geeigneter Weise zu unterstützen.

  • 01. Mai 1897
    Das Projekt einer elektrischen Bahn Dresden – Leipzig über Mügeln wird endgültig ad acta gelegt.

Fahrplan ab 01. Oktober 1898

Abdruck des Winterfahrplanes 1898 / 99 mit Tippfehler: Statt über unser Glossen fährt die Bahn über Clossen!

  • 05. Mai 1899
    Staats- und Fi­nanz­minister Wer­ner Rudolf Hein­rich von Watz­dorf be­sich­tigt die Mügel­ner Bahn­hofs­an­lagen, die ge­plante Bahn­linie Mü­geln – Kemm­litz – Krop­te­witz sowie die Kaolin­werke in Kemm­litz und Börte­witz. Es er­geht eine Peti­tion um Ein­legung einer drit­ten Schiene ins Gleis der Strecke Mügeln – Werms­dorf – Ner­chau-Trebsen, damit Nor­mal­spur-Güter­wagen ver­kehren kön­nen und das lästige Um­laden ver­mieden wird.

  • 16. August 1899
    Mit der Chemi­schen Fabrik "Lipsia" wird der erste An­schluss­bahn­vertrag ge­schlos­sen, obwohl die Fabri­kation selbst erst im Jahre 1903 beginnt. In der Folge ent­wickelt sich die "Lipsia" zur be­deu­tendsten An­schluss­bahn un­se­rer Strecke.

  • 14. November 1899
    Zur Erweiterung der Anlagen des Bahnhofes Mügeln werden im Eisen­bahn­haushalt 300 000 Mark ein­ge­stellt, für die Herstellung der "Schlepp­bahn Nebitzschen – Kroptewitz" 559 000 Mark.

  • 15. Februar 1900
    Wegen des Bergarbeiterstreiks und demzufolge ausbleibender Stein­kohle­liefe­rung werden bis auf weite­res einige Züge ein­gezogen.

  • 03. März 1900
    Nach Ende des Bergarbeiterstreiks werden die Ein­schrän­kungen im Zugverkehr wieder aufgehoben.

  • 01. Juni 1901
    Nach dem Kauf des Glossener Gasthofes steigt die Familie Güttner in den Bahnagenten-Vertrag ein und hält der Bahn über mehrere Generationen hinweg die Treue.

  • 03. August 1903
    Eröffnung der Güterbahn Nebitzschen – Kemmlitz – Kroptewitz, verwaltungstechnisch gehört sie zu unserer Strecke und wird ebenfalls vom Bahnverwalter mit Sitz in Wermsdorf verwaltet.

  • 29. März 1905
    König Friedrich August III. von Sachsen unternimmt eine Landreise und befährt die Schmalspurstrecke Oschatz – Mügeln – Wermsdorf – Nerchau-Trebsen.
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  • 23. November 1912
    Ein in Glossen einfahrender Personenzug fährt auf eine stehende Gruppe Güterwagen auf; keiner der Güterwagen bleibt auf den Gleisen, Menschen kommen hingegen nicht zu Schaden.

  • 21. Oktober 1913
    Ein Pferdefuhrwerk des Wetitzer Gutsbesitzers Zschäbitz stößt am Mügelner Bahnübergang mit dem aus Mutzschen kommenden P 5703 zusammen. Dabei werden das Fuhrwerk zerstört, der Gutsbesitzer und ein Pferd verletzt. Der Gutsbesitzer wird zur Zahlung von 40,- M Geldstrafe und Übernahme der Gerichtskosten verurteilt.

  • 09. April 1914
    Am Mügelner Bahnübergang stößt der Kraftwagen der Meißener Felsenkellerbrauerei mit dem aus Nerchau-Trebsen kommenden P 5711 zusammen. An der Lok entsteht ein Schaden von 105,50 M, den die Brauerei bezahlen muss. Der Fahrer hingegen wird wegen fahrlässiger Gefährdung des Eisenbahntransportes zu 20,- M Strafe oder vier Tagen Haft verurteilt.

  • 22. Juli 1915
    Das "Mügelner Tageblatt und Anzeiger" berichtet:
    Am Dienstag vormittag 8.00 Uhr berührte Se. Maj. König Friedrich August auf der Durchfahrt nach Wermsdorf, wo er auf dem Horstsee der Entenjagd oblag, unseren Bahnhof. Während des nur 2 Minuten währenden Aufenthaltes wurde vom Bahnpersonal und den Reisenden ein 3faches Hurra ausgebracht, für das der König, welcher Zivilkleidung trug, dankte. Bei der Rückfahrt nachmittags 16.45 Uhr wurde hier nicht gehalten.

  • 02. Dezember 1915
    Das "Mügelner Tageblatt und Anzeiger" berichtet:
    Am Dienstag entgleiste in den zeitigen Nachmittagsstunden in der Nähe des Kammergutes 1 Rollbock. Es dauerte mehrere Stunden, bevor die Strecke wieder befahren werden konnte. Der Schaden ist nicht nennenswert. Der Personenverkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten.

Sommerfahrplan 1917

Fahrplan vom 1. Juni bis 30. September 1917.

Blitz-Fahrplan der Kgl. Sächs. Staatsbahnen,
Sommerausgabe 1917; S. 13.

  • November 1918
    Nachdem König Fried­rich August III. mit den Worten: "Nu da machd doch eiern Drägg alleene!" abge­dankt hat, werden aus den "Königlich Sächsi­schen Staats­eisen­bahnen" die "Säch­si­schen Staats­eisen­bahnen". Nach und nach wird beim Eigen­tums­kenn­zeichen "K.Sächs.Sts.E.B." an den Eisen­bahnwagen das "K." übermalt.

  • 01. April 1920
    Die Sächsischen Staats­eisen­bahnen sind Ge­schich­te, von nun an gehören alle Staats­bahnen dem Reich und heißen folge­richtig "Deut­sche Reichs­bahn".

  • 01. April 1923
    Der Streckenabschnitt Mügeln – Ne­bitz­schen und die Strecke Ne­bitz­schen – Kroptewitz gehen von der Bahn­ver­wal­terei Werms­dorf an die Bahn­ver­wal­terei Mügeln über.

  • 01. März 1924
    Die Bahnverwalterei in Wermsdorf wird eingezogen. Vom gleichen Tage an ist auch der Streckenabschnitt Nebitz­schen – Nerchau-Trebsen von der Bahn­ver­wal­terei Mügeln mit zu ver­walten.

  • 01. Januar 1928
    Von nun an heißt der Endbahnhof unserer Schmalspurbahn nicht mehr "Nerchau-Trebsen" sondern "Neichen-Zöhda".

  • 18. Februar 1936
    Das "Mügelner Tageblatt und Anzeiger" berichtet über eine Tagung von Vertretern der Behörden, des Handels und Gewerbes im Sitzungssaal des Rathauses in Sachen Ausbau der Schmalspurbahn Oschatz – Mügeln – Wermsdorf.

  • 04. Oktober 1936
    Der Endbahnhof unserer Schmalspurbahn wird schon wieder umbenannt, aus "Neichen-Zöhda" wird einfach: "Neichen".

  • 14. April 1938
    Das "Mügelner Tageblatt und Anzeiger" berichtet:
    Ein lang gehegter Wunsch des reisenden Publikums ist nunmehr in Erfüllung gegangen. Seit einiger Zeit sind am Bahnhof Mügeln 4 elektrische Uhren angebracht worden und zwar je eine an der Gebäudefront zum Bahnsteig und zur Straße und weiter je eine im Durchgang und im Warteraum. Es dauerte allerdings einige Zeit, bis diese Uhren in Betrieb genommen wurden. Doch nun ist es endlich soweit. Vorgestern haben sie "ihren Dienst aufgenommen" und sind somit ihrer Bestimmung, dem reisenden Publikum die genaue Zeit anzugeben, zugeführt worden.

  • 01. März 1941
    Gegen 9 Uhr vormittags stößt am Altmügelner Bahnübergang ein Personenzug mit einem Omnibus zusammen; drei Insassen des Busses wurden schwer und zwei leicht verletzt. Die Lok des Personenzuges entgleist und fährt gegen das Agenturgebäude.

  • 14. April 1945
    Obwohl die Wehrmachtsnachrichten im Radio "keine feindlichen Flugzeuge über Deutschland" gemeldet hatten, zeigen sich am Himmel über Glossen mehrere Flugzeuge. Sie werfen vier Bomben auf den im Bahnhof Glossen stehenden Schmalspurzug. Diese schlagen je eine direkt neben dem Zug, im Garten hinter der Bachbrücke, zwischen Börners Scheune und Gärtnerei und in der Nähe des Gemeindehauses ein.

    Bei diesem Luftangriff sind zwölf Tote zu beklagen. Zu ihnen gehört der Lokführer Wilhelm Sonnabend aus Mügeln, der Schaffner Max Bruno Zache aus Altmügeln, Annelies Elfriede Scheller und der 17-jährige Schüler Ernst Heinz Werner Rühle. Ausserdem werden der französische Kriegsgefangene François Jaquen, der bei Oskar Börner als Landarbeiter eingesetzt ist, sowie sieben sowjetische Kriegsgefangene getötet. Das Kriegsgefangenenlager befindet sich zu dieser Zeit im Saal des Gasthofes am Bahnhof, die Gefangenen arbeiten hauptsächlich in den Quarzitgruben und auf dem Rittergut.

  • 01. September 1945
    Der SMAD-Befehl Nr. 8 vom 11.08.1945 tritt in Kraft mit dem die Eisenbahnen in der Sowjetischen Besatzungszone von den sowjetischen Eisenbahntruppen an die deutschen Eisenbahner übergeben werden.

  • 01. April 1946
    Auf Anordnung der Alliierten werden die Fahrpreise verdoppelt, um dem ausufernden Reisevekehr durch Flüchtlingsströme, Hamsterfahrten usw. Herr zu werden.

Der Lokschuppen des frischgebackenen Bw Mügeln - noch war der Begriff "Reko-IVK" nicht geboren.

Auch nach dem Kriege nutzte man die Loko­motiven gern als Hintergrundstaffage für Gruppenfotos.

Die Wagen trugen das Eigentums­kenn­zeichen "DR USSR-Zone" - aber Reisen konnte man wieder unbeschwert!

Spätere Mit­glieder des Modell­eisen­bahn­vereins Glos­sen sind schon als Kind gern auf unserer Strecke "Bimmel­bahn gefahren".

  • 01. April 1951
    An den Lokomotiven unserer Strecke steht von nun an "Bw Mügeln" angeschrieben, da die Lok­einsatz­stelle des Bahnhofs Mügeln zum selb­stän­digen Bahn­betriebs­werk er­hoben und diesem alle Lok­bahn­höfe des Schmal­spur­bahn­netzes als Einsatz­stellen zuge­ordnet werden.

  • 27. August 1967
    Unter dem Motto: "Der Wilde Robert sagt ade" und: "Das Alte weicht, das Neue bricht sich Bahn" findet die Ab­schieds­fahrt vom Strecken­ab­schnitt Werms­dorf – Neichen statt.
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  • 28. Mai 1968
    Der Verkehrsträgerwechsel zum Bus­verkehr wird offiziell vollzogen. (Bis zu diesem Zeit­punkt bestand recht­lich Schienen­ersatz­verkehr.) Gleich­zeitig wird die Strecke von km 14,340 (hinter Bahn­hof Mutzschen) bis Neichen gesperrt.

  • 01. Januar 1970
    Laut Mitteilungen und Verfügungen des Mini­steriums für Ver­kehrs­wesen wird der Bahnhof Mutzschen aufge­lassen. (Wann tatsächlich der letzte Zug nach Mutzschen fuhr, lässt sich vielleicht nie mehr in Erfahrung bringen.)

  • 16. Juni 1970
    Gemäß Verfügung der Reich­sbahn­direktion Dresden offi­zielle Still­legung des Strecken­abschnitts km 11,330 bis 14,340 (hinter Bahnhof Wermsdorf bis Mutzschen).

Sommerfahrplan 1972

Der letzte Fahrplan - gültig bis Fahrplanwechsel am 30. September.

Kursbuch der Deutschen Reichsbahn,
Sommerfahrplan 1972; S. 126.

  • 30. September 1972
    Mit einem Abschieds­personen­zug wird der Personen­verkehr Mügeln – Wermsdorf ein­ge­stellt. Gleich­zeitig wird damit der Gesamt­verkehr auf der Teil­strecke Nebitz­schen – Wermsdorf eingestellt. Der regio­nalen Presse ist dieses Ereignis keine einzige Zeile wert.

  • 01. Oktober 1972
    Trotz des Sonntags werden in einer kon­zen­trier­ten Aktion am Halte­punkt Gröppendorf ca. 100 m Gleis ab­ge­baut und der Bahndamm für das neue Planum der Straße Glossen – Mahlis eingeebnet. Grund für die eilige Aktion: Ab dem kommenden Tag müssen über dieser Straße die Busse der neuen Linie Mügeln – Wermsdorf rollen, die den Per­sonen­verkehr der Bahn ersetzt.

  • 22. März 1973
    Gemäß Verfügung der Reichs­bahn­di­rek­tion Dresden offizielle Stilllegung des Streckenabschnitts km 3,040 bis 11,330 (hinter Bahnhof Nebitzschen bis Wermsdorf). Von unserer Bahnstrecke bleiben drei Kilometer übrig, die nach Einstellung des Personenverkehrs zwischen Oschatz und Mügeln Teil der "Kaolinbahn" Oschatz – Mügeln – Kemmlitz werden.

  • 28. September bis 07.Oktober 1984
    Im Rahmen des Feierlichkeiten "1000 Jahre Mügeln, 100 Jahre Bahnhof Mügeln" ver­kehren erstmals wieder Sonderzüge zwischen Mügeln und Kemmlitz und damit auf den drei Rest-Kilometern unserer Strecke.

  • 1989 / 1990
    Die Wende in der DDR bringt vorerst keine "blühenden Land­schaften", sondern den Nieder­gang des Güter­verkehrs. Bald werden monat­lich neue Ein­stellungs­termine gehandelt.

  • 10. September 1990
    Die Berliner (!) Fahrgastinitiative Nahverkehr Neukölln (FINN) startet im Rahmen eines Patenschaftsprojektes eine Initiative zum Erhalt des "Wilden Robert". (Diese Patenschaft geht am 05. Februar 1991 auf den Landesverband Berlin von PRO BAHN über.)

  • 01. September 1991
    Zwischen dem PRO BAHN-Landesverband Berlin und der Reichsbahndirektion Dresden wird ein Patenschaftsvertrag über unsere Schmalspurbahn geschlossen.

  • 19. Juni 1992
    Der Kreistag Oschatz beschließt die Auf­nahme von Ver­hand­lungen zur Über­nahme der Schmal­spur­bahn Oschatz – Mügeln – Kemmlitz in kommu­nale Regie.

  • 14. Oktober 1992
    Im Landratsamt Oschatz beginnen die Ver­hand­lungen mit der Deutschen Reichsbahn zur Über­nahme der Schmal­spur­bahn Oschatz – Mügeln – Kemmlitz in kommu­nale Regie.

  • 16. Dezember 1993
    Der letzte Güterzug unter Regie der Deutsche Reichs­bahn fährt von Kemmlitz über Nebitzschen nach Mügeln. Am Folgetag heißt es dann "Deutsche Reichs­bahn ADE"; der letzte Güter­zug fährt nach Oschatz, und in Berlin be­schließt der Bundes­rat die Bildung der Deut­schen Bahn AG zum 01. Januar 1994 und damit das Ende der Reichsbahn.

  • 04. Februar 1994
    Offizielle Inbetriebnahme der Strecke Oschatz – Mügeln – Kemmlitz durch die Döllnitz­bahn­gesellschaft (DBG).

  • 15. Mai 1995
    Im Wermsdorfer Alten Jagdschloss findet ein Dis­kus­sionsabend statt, bei dem Mög­lich­keiten und Perspektiven eines Wieder­aufbaus der Schmal­spur­strecke Nebitz­schen – Werms­dorf erörtert werden.

  • 03. August 1995
    Auf einen kleinen Teilabschnitt unserer Bahnstrecke kehrt der Personenverkehr zurück: Altmügeln wird Start- und Endpunkt des Schülerverkehrs Mügeln - Oschatz. Stamm­lok der Schüler­züge wird ein diesel­elektri­scher Gepäck­trieb­wagen der Reihe 2091, der von der Ybbs­tal­bahn in Öster­reich über­nommen und in der Haupt­werk­statt St. Pölten umge­baut wurde.

  • 26. Juni 2001
    Auf dem Weg von Kemmlitz nach Oschatz befährt der letzte Kaolin­zug den Strecken­ab­schnitt Nebitzschen – Mügeln.

  • 17./18. April 2003
    Die "Oschatzer Allgemeine Zeitung" berichtet:
    Der neu hergerichtete Bahnsteig der Döllnitzbahn am Schloss Ruhetal in Mügeln wurde gestern offiziell seiner Bestimmung übergeben. An der insgesamt 40 000 Euro teuren Investition beteiligten sich das Regierungspräsidium um Leipzig mit 28 000 Euro und der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig mit 9 000 Euro. Die Stadt Mügeln steuerte einen Eigenanteil von 4 000 Euro bei. Gerhard J. Curth, Geschäftsführer der Döllnitzbahn GmbH, betonte vor den Gästen, unter ihnen Ordnungsdezernent Sigmar Steinacker und der neue Geschäftsführer des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig Andreas Glowienka: "Es ist bundesweit einmalig, was hier in den letzten zehn Jahren geleistet wurde. Verrottetes Material und unansehnliche Bahnhöfe gehörten zur Ausgangssituation, als die Bahn am 15. Dezember 1993 stillgelegt werden sollte." Mit dem Schülerverkehr sei schließlich die Akzeptanz unter Beweis gestellt worden.

  • 1. November 2005
    Auf den Tag genau 117 Jahre nach der feierlichen Inbetriebnahme unserer Schmalspurstrecke wird im Bahnhof Nebitzschen die Abzweigweiche für das wiedererstehende Streckenstück nach Glossen gelegt.

  • 06. April 2006
    Der erste Bauzug erreicht den auferstandenen Bahnhof Glossen.

  • 21. April 2006
    Der wiederaufgebaute Streckenabschnitt Nebitzschen – Glossen wird feierlich eröffnet.